Tobias Held IndieJazz Project

Tobias Held Indiejazz-Project from Tobias Held on Vimeo.

Ein Jazz-Ensemble mit der Attitüde einer Indierock-Band?

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Diese Idee hatte der hamburger Drummer Tobias Held, unter anderem als Schlagzeuger von Künstlern wie monopunk/MaxMutzke, Kiddokat, San Glaser seit Jahren erfolgreich aktiv, und gründete 2015 kurzerhand sein Tobias Held IndieJazz Project, in dem er seine Einflüsse verschiedenster Stilistiken und Vorliebe für gut komponierte Hooks zusammenbringt. Instrumental und geschmackvoll, aber ungezwungen und energetisch wie ein Clubkonzert.

„Resteverwertung“, sagt Tobias Held und lacht, wenn man ihn fragt, woher er seine Ideen nimmt. In den letzten 7 Jahren, während er in zahlreichen Projekten und für Künstler wie Johannes Oerding, Gregor Meyle, Sasha, Xavier Naidoo spielte, sammelten sich Ideen an, die im jeweiligen Moment nicht richtig passten, aber irgendwann unbedingt auf die Bühne gebracht werden sollten. Aus diesem musikalischen Recyclinghof nährte Tobias Held den Boden für sein 5-köpfiges IndieJazz-Projekt: Durchschlagende Drums á la Mutemath, der kraftvolle Elektropop-Flair von JackGarratt, an SnarkyPuppy erinnernde Spielfreude und die Sensibilität von John Mayer. Nicht zu vergessen die eindringlichen Bläser-Hooks als Hommage an weltbekannte Titelmelodien der 80er Vorabendserien wie „Magnum“ und einem über allem schwebender Spirit von Sting.

Oliver Karstens (bass)
Arne Vogeler (git)
Charlotte Ortmann (sax)
Ralf Reichert (sax)
Tobias Held (drums)

Featuring ZsuZsa. Viel, viel Stimme…

ZsuZsa im JazzDorf
Zurück zu den Gifhorner Wurzel. ZsuZsa zu Gast im Jazzdorf unterstützt das IndieJazz Project um Tobias Held.

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Zsuzsa – allein der Name ist Klang. Und er sprüht zusätzlich vor Temperament. Das hat seinen Grund. Die ungarischen Wurzeln haben sich in ihrem Namen hörbar manifestiert. Und Klang spielte schon in der Kinderwiege eine Rolle. „Lange, bevor ich sprechen konnte habe ich drauf los gesungen“, lacht Zsuzsa. „Ich wusste immer schon, was ich machen wollte. Ich wollte Sängerin sein!“.

„ZsuZsa“ ist die ungarische Kurzform von Susanne. Geboren wurde sie in Miskolc, einer Industriestadt rund 150 Kilometer nordöstlich von Budapest. Aufgewachsen ist sie aber in Niedersachsen, die meiste Zeit in Gifhorn. Ihr Vater, ein Profi-Schlagzeuger, zog mit der Familie nach Deutschland, spielte Klassik in verschiedenen Orchestern und Rock in verschiedenen Bands und ist Lehrer an der Musikschule in Gifhorn. Der Papa legte allerdings großen Wert auf eine reelle musikalische Ausbildung seiner Kinder. Ab ihrem 13. Lebensjahr lernte ZsuZsa an der Musikschule Gifhorn klassischen Gesang, Klavier und – Papa zuliebe – mit ihrem Bruder zusammen auch Schlagzeug. „Ich fand das zuerst total doof, weil ich das einzige Mädchen in der Schlagzeugklasse war“, sagt ZsuZsa, aber irgendwann fand sie genau das nun wieder toll. Ihr Vater hätte es gern gesehen, wenn sie Opernsängerin geworden wäre. „Hat nicht ganz funktioniert“, sagt sie, „aber gerade für die Technik haben mir die vier Jahre klassische Ausbildung viel gebracht.“

Nach der zehnten Klasse mussten ZsuZsas Eltern einsehen, dass ihre Tochter für die Schule kaum noch Interesse hatte und stattdessen mit den Hufen scharrte. Ihr Gesangslehrer empfahl ihr, an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl zu studieren. „Ich hab aber niemandem gesagt, dass ich mich dort für Rock/Pop anmelde“, sagt ZsuZsa und grinst. „Das war damals die einzige staatliche Schule, wo der Bereich Rock/Pop überhaupt unterrichtet wurde.“

Sie schafft es im Angie’s Night Club im Schmidt’s Tivoli, der Grande Dame der Hamburger Nachtclubs, von der Gastsängerin zur eigenen Show. Zsuzsa begeistert nicht nur live sondern auch als Studiosängerin und ist jahrelang in zahlreichen Werbejingles im TV zu hören.

2013 nahm sie an der dritten Staffel von „Voice of Germany“ teil, mit BossHoss als Coach. Bringt es was, an solchen Casting-Shows teilzunehmen? „Ich fand es gut, mal hinter die Kamera zu schnuppern“, sagt ZsuZsa. „Es ist alles sehr durchgeplant, vieles wird vorher hinter den Kulissen abgemacht. Bei der Sendung geht es mehr um Show und Drama und weniger um die Stimmen, was ich ein bisschen schade finde.“ Unterm Strich hat „Voice of Germany“ aber ZsuZsas Bekanntheitsgrad enorm erhöht. Und deshalb hat es sich für sie gelohnt.

Wer eine so kräftige, facettenreiche und tiefschwarze Stimme hat, die sich an jeden Notenhals schmeißen kann und sich dort anschmiegt, der weckt Erinnerung an gute, alte, aber große Soulstimmen, wie Aretha Franklin oder Chaka Khan. Aber Zsuzsa hat noch einen größeren Helden. „Prince“ sagt sie, „als Musiker, so wandelbar und talentiert. Einen, wie ihn, gibt es kein zweites Mal.“ Neben vielen Anderen, ziert auch ein Prince-Tattoo Zsuzsas Körper. Jedes Einzelne erzählt eine Geschichte. Eben genau wie ihre Lieder.

 

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